Worum es geht

Worum es geht

Wir gemeinsam.
Ein starkes soziales Netz schützt und stützt uns alle.

Machen wir uns stark für unseren Sozialstaat!

Die Lebensqualität von uns allen wird durch den Sozialstaat möglich gemacht. Pensionsversicherung, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, geförderte Mietwohnungen und öffentliche Schulen sichern den Lebensstandard und verhindern gerade in unsicheren Zeiten ein Abrutschen nach unten. Viele Menschen haben kein Vermögen um Einschnitte wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit einfach aufzufangen. Und wären sie gezwungen Vermögen für Alter, Bildung, Krankheit oder Arbeitslosigkeit anzusparen, wäre ihr Lebensstandard und ihre Möglichkeiten zu konsumieren vernichtet. Die Menschen sind dort weniger gefährdet, wo es ein starkes Netz sozialer Sicherheit gibt.

Das Beispiel der Finanzkrise 2008 oder auch aktuell die Corona-Krise zeigen, dass ein Sozialstaat essentiell ist, um den Lebensstandard halten zu können. Der Sozialsaat hilft nicht nur den Ärmsten, sondern er ist auch ganz wichtig für die Mittelschicht. Es geht darum die Stärken der sozialen Sicherungssysteme zu forcieren und Schwächen auszubügeln: Dort, wo soziale Probleme steigen, müssen wir gegensteuern, dort, wo soziale Probleme präventiv verhindert werden, müssen wir weiter investieren.

Hintergrundtext mit einer Zusammenstellung von Zahlen und Fakten:
Der Sozialstaat schützt und stützt die Mittelschicht

Die Initiative „Wir gemeinsam“ wurde 2018 von der Armutskonferenz ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung des Sozialstaats aufmerksam zu machen und ihn zu stärken.

Die Armutskonferenz ist ein Netzwerk von sozialen Organisationen, die sich dafür einsetzen, Armut zu verhindern und zu vermeiden. Die in der Armutskonferenz zusammengeschlossenen sozialen Initiativen beraten, unterstützen und begleiten über 500.000 Menschen im Jahr.
Weitere Infos: www.armutskonferenz.at


Die Corona-Krise macht deutlich: Wir brauchen einen starken Sozialstaat!

Die Corona-Krise trifft Menschen mit geringen Einkommen ganz besonders. Viele Personen, die bereits vor der Krise auf staatliche Sozialleistungen angewiesen waren, hat die Corona-Krise hart getroffen, weil zusätzliche Einkommen, etwa aus geringfügiger Beschäftigung, weggefallen sind. Einsamkeit, Depressionen und Ängste nehmen zu, besonders in Haushalten, wo noch existenzielle Sorgen dazukommen. Die alte Normalität wird in der neuen umso mehr sichtbar. Wer vor der Krise prekär gearbeitet hatte, konnte in den Wochen danach seinen bzw. ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft kaum noch bestreiten.

Ich mache mir nicht nur wegen mir Sorgen, sondern auch wegen meinen Kindern. Die sind nicht so super, super auf Zack schulisch, die sind gescheit und lieb und gut sozialisiert, aber ich habe einfach wesentlich mehr Zukunftsängste seit Corona. (…) Ich sehe einfach nicht, wo und wie die einen Platz finden würden. In einer totalen Ellbogengesellschaft irgendwie so als Habenichts sich durchschlagen zu müssen, dass wünsche ich mir für meine Kinder nicht.“

Das Netzwerk der Armutskonferenz fordert daher unter anderem:

  • Eine gute Mindestsicherung, die in Notsituationen trägt – anstatt der schlechten Sozialhilfe
  • In sozialen Wohnbau investieren. Wohnen ist für viele nicht mehr leistbar und ein hohes Armutsrisiko geworden
  • Anhebung des Familienzuschlags beim Arbeitslosengeld
  • Insolvenzen und Privatkonkurs abfangen
  • Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen
  • Soziale Menschenrechte in der Verfassung verankern. Grundrechtsschutz stärken: Rechte statt Almosen

Die Armutskonferenz hat in einer Erhebung Menschen mit geringem Einkommen gefragt wie sich die Corona-Krise auf ihre Lebenssituation auswirkt.


Mitmachen – Meine Stimme gegen Armut!

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